Halle/Saale lockt mit DM-Medaillen und Länderkampf-Tickets     Silke Bernhart

Der Leichtathletik-Tross zieht von Dortmund nach Halle/Saale: Auf die nationalen Titelkämpfe der Aktiven folgen am kommenden Wochenende (24./25. Februar) die Deutschen Hallenmeisterschaften der Jugend U20 mit Winterwurf der U18/U20. leichtathletik.de überträgt die Hallen-Wettbewerbe im Livestream.

U20-Weltrekordlerinnen. U18-Weltmeister. Kandidatinnen und Kandidaten für die diesjährige U18-EM in Tiflis (Georgien) und die U20-WM in Tampere (Finnland). Die Meldelisten für Halle/Saale sind gespickt mit den Namen großer deutscher Talente, die die Wintersaison als Sprungbrett für den Sommer nutzen. Und die Titelkämpfe am Wochenende für die Qualifikation für den Hallen-Länderkampf mit Winterwurf der U20 und U23, der am 3. März in Nantes (Frankreich) stattfinden. Trials sind angesagt: Die Top Zwei von Halle/Saale erhalten eine Einladung. Masse und Klasse präsentiert sich besonders im 60-Meter-Sprint der weiblichen Jugend, wo inmitten der 85 gemeldeten Athletinnen auch die Jahresschnellste Keshia Kwadwo (TV Wattenscheid 01; 7,36 sec) und Sophia Junk (LG Rhein-Wied) in die Startblöcke steigen – sie waren 2017 Mitglied der deutschen U20-Staffel, die über 4x100 Meter U20-Weltrekord lief. Sie müssen sich unter anderem gegen U18-WM-Finalistin Beauty Somuah (ASV Köln) beweisen. Er reiht sich ein in die Gruppe der U18-Athleten, die bei den nur für die U20 angebotenen Hallen-Wettbewerben der bis zu zwei Jahre älteren Konkurrenz einen Strich durch die Rechnung machen könnten. Im Stabhochsprung ist hier besonders Leni Freyja Wildgrube (SC Potsdam) zu nennen, die mit einer Saison-Bestleistung von 4,15 Metern anreist. Über 800 und 1.500 Meter haben mit Lena Posniak (LAC Erfurt; 2:08,90 min) und Lea Kruse (SC Schalke 04; 4:32,12 min) ebenfalls Athletinnen des Jahrgangs 2001 vorgelegt.

Kugelstoßen mit zwei U18-Weltmeistern

Mittlerweile in die U20 aufgerückt sind die beiden deutschen U18-Weltmeister im Kugelstoßen: Selina Dantzler (LG Stadtwerke München) kommt mit der neuen Vier-Kilo-Kugel immer besser in Form und konnte sich zuletzt bei der Hallen-DM der Aktiven auf 16,03 Meter steigern – damit führt sie die Jahresbestenliste mit mehr als einem Meter Vorsprung an. Schwerer wird der Sieg für Timo Northoff (SC Jöllenbeck; 18,98 m). Er muss den Rehlinger Valentin Moll bezwingen, der 2018 ebenfalls schon an den 19 Metern gekratzt hat und im Vorjahr sogar die 20-Meter-Marke überbieten konnte.

Im Hochsprung der männlichen U20 treffen der U18-Europameister von 2016 Lucas Mihota (LG Stadtwerke München) und der U18-Vize-Weltmeister von 2017 Chima Ihenetu (SC Neubrandenburg) aufeinander. Auch im Wettbewerb der weiblichen Jugend könnte sich ein Dell anbahnen: Die U18-WM-Teilnehmerinnen Bianca Stichling (TSG Weinheim; 1,81 m) und Lavinja Jürgens (TSV Kranzegg; 1,80 m) haben beide in diesem Winter schon die 1,80 Meter-Marke überboten.

Wohl nur gegen sich selbst und die Marke von 5,68 Metern springt im Stabhochsprung Bo Kanda Lita Baehre. Der U20-Vize-Europameister aus Leverkusen bringt einen Hallen-Hausrekord von 5,60 Metern mit, acht Zentimeter fehlen zum deutschen U20-Hallenrekord von Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken). Über 400 Meter der weiblichen U20 geht die Favoritenrolle an die Vierte der U20-EM Corinna Schwab (TV Amberg), die zudem auch als deutsche Nummer Zwei über 200 Meter gemeldet ist..

Live-Ergebnisse aller Wettbewerbe und Livestream aus der Halle

leichtathletik.de berichtet umfangreich von den Titelkämpfen in Halle/Saale: Auf unserer Live-Seite finden Sie an beiden Wettkampf-Tagen einen Livestream, der jeweils ab 10:00 Uhr alle Hallen-Wettbewerbe zeigt. Es kommentieren Ivo Koken und Max Bittis. Darüber hinaus bieten wir Live-Ergebnisse von den Hallen- und den Winterwurf-Wettbewerben an. Videos aller Finals und Interviews mit den Siegern präsentieren wir später auch in der TV-Rubrik auf leichtathletik.de. Auf Facebook und Instagram gibt's ebenfalls die Highlights in Videos sowie in Fotos und Stories einen Blick hinter die Kulissen.

Bayerische Meisterschaft am 03.02.2018 in Fürth:

Auch an diesem Wochenende setzte sich eine Ambergerin die Goldene Sprintkrone auf.

Corinna Schwab wurde in Fürth zweifache bayerische Sprinthallenmeisterin in ihrer Altersklasse U20 (18/19 Jahre).

Nachdem sie letztes Wochenende bei den Aktiven 400 Meter-Meisterin geworden ist, testete Schwab an diesem Wochenende ihr Sprintvermögen über 60 Meter und 200 Meter.

Mit einer Vorlaufzeit von 7,66 Sekunden und einem lockeren Sprint führte sie das Feld der 27 bayerischen Sprinterinnen an. Im Endlauf zeigte Schwab, dass sie mit ihrer Sprintausdauer nicht zu schlagen ist . Nach einem verpassten Start konnte sie die Sprintspezialisten aus München, Ingolstadt und Fürth noch abfangen und gewann in einer persönlichen Bestzeit von 7,60 Sekunden.

Zweite wurde Svenja Pfetsch (SC Vöhringen) in 7,70 Sekunden.

Auch über die 200 Meter ließ Corinna den 9 Teilnehmerinnen auf 3 Vorläufe verteilt, keine Chance. In 24,04 Sekunden erzielte Sie die beste Vorlaufzeit.

Zwei Stunden später zeigte Schwab im Endlauf, dass sie in ihrer Altersklasse U20 Bayerns beste Sprinterin ist. Sie siegte in einer Zeit von 23,96 Sekunden und hatte eine Sekunde Vorsprung vor der Zweitplatzierten (24,96sec.) Marina Scherzl, LG Kreis Dachau .

Die Bayerische Meisterschaft war ein gelungener Test vor der Deutschen U20-Meisterschaft am 23.-25.02.2018 in Halle (Saale).

 

Mit ihren Leistungen steht Corinna auf Platz 1 in der deutsche U20- Bestenliste über 200 Meter und 400 Meter.

Bayerische Meisterschaft der Aktiven am 27.01.2018 in München:

Am Samstag bei den Bayerischen Meisterschaften der Männer und Frauen in der Münchner Werner von Linde Halle stieg die 18 jährige Corinna Schwab vom TV-1861 Amberg in die Hallensaison 2018 ein.

Die deutsche U20 – 400 Meter Meisterin vom vergangenen Sommer ließ der Konkurrenz

keine Chance. Vom Start an dominierte Corinna das  Feld und hatte nach 200 Metern einen beachtlichen Vorsprung herausgelaufen. In 54,47 Sekunden konnte Schwab ihre bisherige Hallenbestleistung verbessern und wurde Bayerische Meisterin vor Sophie Sachsenhauser vom SWC-Regensburg in 60,42 Sekunden.

 

Nächst Woche will Corinna bei den Bayerischen U20 Hallenmeisterschaften in Fürth ihr Sprintvermögen unter Beweis stellen und geht über die 60 Meter und 200 Meter an den Start.

Nordbayerische Meisterschaft am 14.01.2018 in Fürth:

Amberger Zeitung schreibt:

 

Nordbayerische Meisterin im Hochsprung in der Halle in Fürth

 

Mit Beginn der Leichtathletik-Hallensaison 2018 nahm Magdalena Müller vom

TV 1861 Amberg sehr erfolgreich am letzten Wochenende in Fürth/Mfr.

in einem starken Teilnehmerfeld bei den Nordbayerischen Meisterschaften teil.

Magdalena Müller konnte sich mit 1,68m Körpergröße als „Kleinste“ gegen die gesamte

nordbayerische Springerkonkurrenz der Jahrgänge 2001/2002 durchsetzen und kürte ihre

gesprungene Höhe von 1,65m (Bestleitung) mit dem Titel des Nordbayerischen Meisters.

Von den 9 teilnehmenden jungen Damen stieg die TV-Athletin konzentriert bei einer

Höhe von 1,45m in den Wettkampf ein und übersprang alle Höhen bis 1,59m jeweils

im ersten Versuch. Zu diesem Zeitpunkt  waren nur noch die 2 Spitzenathletinnen vom

TV Bad Kötzting im Wettbewerb. Es entwickelte sich ein hochspannendes Finale.

Bei der Höhe von 1,62m rissen alle 3 Oberpfälzerinnen zweimal die Latte. Das begeistert

mitgehende Publikum feuerte mit rhythmischem Klatschen die Springerinnen an. Während

die an Nr. 2 gesetzte Luisa Fischer im letzten Versuch scheiterte, übersprang die zweite

Kötztingerin diese Höhe. Magdalena als Jahrgangsjüngere musste jetzt nachziehen und

beeindruckte mit einem souveränen Sprung diese Höhe. Der nun stattfindende Zweikampf

war an Dramatik nicht mehr zu überbieten. Beide scheiterten nur denkbar knapp wieder bei

ihren jeweils ersten beiden Versuchen. Anna Hofmann gelang es nicht mehr, im 3. Versuch

diese Höhe zu überqueren, was zu diesem Zeitpunkt für Magdalena bereits bei weniger

gesprungenen Fehlversuchen den Titel des Nordbayerischen Meisters im Hochsprung der

weiblichen U18 bedeutete. Angespornt vom Publikum setzte die junge TV-Athletin alle

Konzentration und Körperspannung in diesen 3. Versuch und überquerte deutlich diese

1,65m, gleichzeitig neue persönliche Bestleistung. Auch über die neue Höhe von 1,68m

war die positive Hochsprungentwicklung zu spüren, obwohl Magdalena dreimal nur denkbar

Für die in zwei Wochen stattfindenden Bayerischen Meisterschaften in München hat sich

Magdalena Müller neben der erzielten Leistung über 60m Hürden (9,67 sec/6. Platz) auch

 

im Hochsprung für diese 2 Disziplinen qualifiziert.

Der DLV schreibt: 4x400 Meter, Finale

DLV-Staffel rennt auf den Silberrang

Vollends zufrieden? "Ja", lautete die lautstarke und einstimmige Meinung der deutschen 400-Meter-Läuferinnen, die nach ihrem Rennen und ein paar weiteren Metern mit der deutschen Fahne noch deutlich mehr Luft für Auskünfte hatten als nach dem Vorlauf. Sicher taten auch die Glückshormone ihr Übriges, denn Vanessa Aniteye (Hamburger SV), Meike Gerlach (TV Gladbeck), Alica Schmidt (MTV 1881 Ingolstadt) und Corinna Schwab (TV Amberg) hatten gerade in 3:33,08 Minuten die Silbermedaille gewonnen.

"Auf der Zielgeraden musste ich ziemlich kämpfen", berichtete Startläuferin Vanessa Aniteye. Aber sie brachte den Stab so gut zu Meike Gerlach, dass die direkt losstürmen konnte und sich schnell einen beachtlichen Vorsprung auf den Rest des Feldes erarbeitet hatte. "Einfach vorne anballern", sei die Devise gewesen, "und dann einfach durchziehen." Zum Schluss kam die Konkurrenz dann wieder auf, was Alica Schmidt gar nicht unrecht war. "Da konnte ich mich an die Britin dranhängen. Ich wusste, da geht noch was, und habe nach der zweiten Kurve noch mal versucht anzuziehen."

Corinna Schwab absolvierte als Schlussläuferin bereits ihr viertes 400-Meter-Rennen der Titelkämpfe. Und sie hatte noch Kraft für einen Schlussspurt. Die ersten 300 Meter absolvierte sie in Lauerstellung als Dritte, dann zog sie noch an den Britinnen (3:33,68 min) vorbei, vorne ging Gold an die Ukraine (3:32,82 min), die so schnell unterwegs war wie in diesem Jahr weltweit noch keine U20-Staffel. "Das Publikum hat mich getragen", erklärte Corinna Schwab ihr Geheimnis für den Kraftakt. "Das deutsche Team hat uns so angefeuert, das haben wir alle während des ganzen Rennens gehört."

 

Sensationeller 2. Platz bei der Bayerischen Leichtathletik-Meisterschaft im Siebenkampf in Erding/Oberbayern

Mit einem sensationellem 2. Platz bei den Bayerischen Meisterschaften des Leichtathletik-Verbands (BLV) in Erding/Oberbayern im Siebenkampf der weiblichen U16/W15 vertrat Magdalena Müller vom TV 1861 Amberg am letzten Wochenende erfolgreich die Farben der Stadt Amberg.  Am Ende des ersten Tages, auf Platz 5 liegend, schien ein Medaillenplatz gegen die starke Konkurrenz der insgesamt 25 Teilnehmerinnen aus ganz Bayern unerreichbar zu sein. Trotzdem gelangen der 14 Jährigen  Sportlerin insgesamt 3.591 Punkte nach furioser Aufholjagd am zweiten Wettkampftag beim oberbayerischen Ausrichter TSV 1862 Erding und damit die Qualifikation zur Deutschen Mehrkampfmeisterschaft 2017 in Baden Württemberg. Gleich zu Beginn des Wettkampfs reihte sich Magdalena mit gesprungenen 4,81m (528 P.) auf Platz 5 ein, war darüber nicht sehr glücklich; sie wollte eigentlich über 5m springen. Beim Einlaufen über die 80m Hürdenstrecke trat die Ambergerin gleich 2-mal gegen die Hürden, wodurch sie sichtlich unsicher beim Start war, die ersten beiden Hürden zu hoch überlief und nie den Rhythmus für diese Rennen gefunden hatte. Mit gestoppten 12,98 sec. (532 P.), fast eine halbe Sekunde schlechter als ihre Bestzeit, fiel sie auf Platz 8 zurück. Im dritten Wettkampf, dem Speerwerfen mit dem 500g-Speer, drehte sich wieder das Blatt. Mit der besten Tagesbestweite von 34,32m und 537 Punkten kämpfte sich die Vils-Städterin wieder auf den 2 Platz vor, ehe der abschließende 100m-Lauf am Samstag mit einer Zeit von 14,10 sec. (470 P.) abgeschlossen wurde. Etwas enttäuscht beendete Magdalena den ersten Tag auf Platz 5 und einem Zwischenergebnis von 2067 Punkten, deutlich entfernt von der Norm zur dt. Meisterschaft. Am Sonntag (2. Wettkampftag) ging es trotz einsetzendem Dauerregen mit dem Kugelstoßen (3 kg) weiter und es begann eine fast einmalige Aufholjagd der TV-lerin. Mit 10,21m (481 P.) schob sie sich wieder an die zweite Stelle. Diesen Platz baute Magdalena im Hochsprung, mittlerweile bei strömenden Regen, mit der Tagesbesthöhe von übersprungenen 1,58m (553 P.) stetig gegen die hinter ihr liegenden Mitkonkurrentinnen aus. Gegen die später Erstplatzierte Mara Barwitzki von der LG Eckental/Mfr. konnte die Ambergerin jedoch nicht mehr näher herankommen, zu groß war der Abstand vor dem entscheidenden und abschließenden 800m-Lauf. Jetzt ging es allerdings um die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. Um  die geforderten 3575 Punkte zu erreichen, musste Magdalena Müller mindestens eine Zeit unter 2:36,80 min laufen. Der überraschende Platz 2 war sicher, aber klappte dies auch für die Qualifikationsnorm?  Bereits beim Start der besten 11 im A-Lauf wurde sie durch hartes Drängeln an den letzten Platz durchgereicht, musste über die Außenbahn in der 1. Kurve das Feld von hinten aufräumen und kämpfte sich Platz um Platz nach vorne.  Nach der Hälfe des Rennens setzte sich Magdalena mit einer Durchgangszeit von 74 sec über 400m an die 5. Position und startete bei 550m auf der Gegengerade zum Sprint an. Es kam zum Kopf an Kopf-Finish auf der Zielgerade zwischen 4 Läuferinnen und einer tollen Laufzeit von 2:33,86 sec. und 490 Punkten  als Viertplatzierte, was am Ende die Silbermedaille im Siebenkampf mit 3591 Punkten (neue Bestleistung) und gleichzeitig die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in Filderstadt/Baden Württemberg Mitte August 2017 bedeutete. Nach dem Bronzetitel im Hallen-Fünfkampf im Februar, dem 3. Platz bei den Deutschen Mehrkampfmeister - schaften in Berlin an Pfingsten, der Goldmedaille im Block Wurf vor einer Woche in Markt Schwaben ist dies nun der vierte Podestplatz für Magdalena Müller vom TV 1861 Amberg auf überregionalen Meisterschaften 2017.